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Jobben
Manchmal bleibt einem nichts anderes über, als sein Budget durch Jobben zu erhöhen.
Wer auf eine Nebentätigkeit zur Finanzierung seines Studiums zwingend angewiesen ist, sollte unbedingt die nachfolgenden Punkte berücksichtigen, um nicht früher oder später beachtliche Probleme mit den Sozialversicherungsträgern (Bundes-/Landesversicherungsanstalten und Krankenkassen) oder dem Finanzamt zu bekommen. Hiervon (und natürlich auch vom eigenen Arbeitsrhythmus und dem gewählten Studienfach) hängt auch ab, ob man durchgehend während des Studiums oder aber nur während der vorlesungsfreien Zeit (von Nicht-Studierenden gerne als ''Semesterferien'' bezeichnet) arbeitet.
Wenn ihr neben dem Studium eine Dauerbeschäftigung habt, bei der ihr nicht mehr als 400 € im Monat verdient gilt dies als Minijob. Der ist versicherungsfrei. Dafür zahlt aber euer Arbeitgeber 25% Pauschalabgabe für Kranken- und Rentenversicherung sowie Lohnsteuer. Falls ihr so einen Job habt, erkundigt euch bei eurer Rentenversicherung, ob es sich für euch lohnt auf die Rentenversicherungsfreiheit zu verzichten. Dadurch könnt ihr nämlich während des Studiums möglicherweise Beitragszeiten für die Rente sammeln.
Solltet ihr dauerhaft mehr Geld monatlich verdienen, müsst ihr folgende Punkte beachten:
Erst einmal muss euer Studium Vorrang haben. Deshalb dürft ihr höchstens 20 Stunden in der Woche arbeiten. An die Rentenversicherung zahlt ihr Pflichtbeiträge: 9,75 des Bruttoverdienstes, ebenso euer Arbeitgeber. Bis 800 € Verdienst gelten reduzierte Beiträge.
Bei kurzfristigen Jobs seid ihr versicherungsfrei. Dies gilt zum Beispiel, wenn ihr in den Semesterferien jobbt. Der Job muss von Beginn an auf maximal 2 Monate oder 50 Arbeitstage pro Kalenderjahr befristet sein. Die Höhe des Verdienstes spielt dann keine Rolle. Jobbt ihr mehr als 2 Monate, seid ihr rentenversicherungspflichtig. Dies gilt aber nicht für die anderen Sozialversicherungen.
Weitere Infos gibt es hier
Wichtig!
Wenn eure Eltern Kindergeld bekommen, wird diese Zahlung eingestellt, wenn ihr mehr als 7.680 € im Jahr verdient. Hinzu kommen aber noch Werbungskosten-Pauschale, die abgezogen wird. Folglich liegt euer tatsächlicher Grenzwert bei ca. 8600 € jährlich brutto. Aber, wenn ihr BAföG bezieht, beachtet, dass in der Regel der 50%-ige Zuschussanteil als Einkünfte gezählt wird.
Wenn ihr BAföG bekommt, dürft ihr nebenher nicht mehr als 400 € brutto monatlich (bzw. 4800 € insgesamt pro Jahr) hinzuverdienen, ansonsten wird euch der Mehrverdienst vom BAföG abgezogen.
Hilfen bei der Jobsuche
Wenn ihr einen Job sucht, sollte eure erste Anlaufstelle die Jobbörse der Agentur dür Arbeit sein. In deren Datenbank findet ihr eine ganze Menge an Jobs für Studierende.
Wer gerne im Touristikbereich arbeiten möchte, kann hier einige Jobangebote suchen: www.oscars.li
Tipp: Viele Hochschulen haben eigene Jobvermittlungen (z.B. bei den Hochschulteams). Ausserdem Aushänge an schwarzen Brettern und auch die Wochenendausgaben der Zeitungen beachten.
Eine sehr gute und aktuelle Fassung zum ''Jobben'' entfält der Flyer des Deutschen Studentenwerkes
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