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Kredit für fünf Prozent
Knapp jeder zwanzigste Studierende in Deutschland nimmt ein Studienkredit der staatlichen KfW-Bankengruppe auf. Seit der Einführung des Darlehensprogramms im April 2006 vergab die Bank insgesamt 95000 Darlehen, wie sie jetzt bekannt gab. Der derzeit gut zwei Millionen Studierenden in Deutschland wären das unter fünf Prozent. Allerdings dürften in dem Zeitraum etliche Kreditnehmer ihr Studiium schon wieder beendet haben, so dass die tatsächliche Quote eher noch niedriger liegt. Bis zu 650 Euro können Studierende im Rahmen des Darlehens bekommen.
Die KfW bilanziert, der Studienkredit habe sich zu einem ''etablierten Instrument der Studienfinanzierung'' entwickelt, der vielen erst das Studium ermögliche.
Im vergangenen Jahr sei ein ''Höchststand'' mit 21 600 vergebenen Krediten erreicht worden. Nach KfW-Angaben sind die Darlehensnehmer im Schnitt 25 Jahre alt, sie liegen damit ein halbes Jahr über dem Altersschnitt aller Studierenden. Das sei vor allem darauf zurückzuführen, dass mit 35 Prozent der Kreditnehmer überdurchschnittlich viele bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen hätten. Mit 42 Prozent sind Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler überrepräsentiert. 18 Prozent sind angehende Ingenieure, 16 Prozent Geisteswissenschaftler, elf Prozent kommen aus der Mathematik und den Naturwissenschaften. Der Höchstsatz wird also nicht mit 482 Euro im Monat von der Kfw ausgeschöpft.
Die soziale Struktur der Kreditnehmer unterscheide sich ''deutlich'' von der Struktur aller Studierenden, heißt es bei der KfW. Die Kreditnehmer gehörten seltener der höchsten sozialen Herkunftsgruppe an (26 Prozent, Bundesschnitt: 35 Prozent). Häufiger stammen sie aus Familien mit mittlerem und gehobenem Status (28 und 29 Prozent). Studierende aus Familien mit niedrigem sozialen Hintergrund sind zu 18 Prozent vertreten, was leicht über dem Bundesschnitt liegt.
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