Budget des Durchschnittsstudenten: So lässt sich das Studium finanzieren

Dass Studenten nicht viel Geld verdienen und oft am finanziellen Limit leben, ist kein Geheimnis. Viele sind neben staatlicher Unterstützung auf Neben- und Aushilfsjobs angewiesen. Auch niedrige Mieten und geringe Lebenshaltungskosten sind Voraussetzung für die Finanzierbarkeit eines Studiums. Doch wie hoch ist das Budget eines Durchschnittsstudenten tatsächlich und wie lässt es sich verbessern?

Verschiedene Einnahmequellen sind unverzichtbar

Gerade in den Anfangszeiten ist ein Studium aufgrund nötiger Anschaffungen teuer. Deshalb sollten sich Studenten frühzeitig um verschiedene Einnahmequellen bemühen. In Deutschland gibt es eine gesetzliche Regelung zur staatlichen Förderung von Schülern und Studenten. Somit kann und sollte jeder, der sich im Studium befindet, das sogenannte BAföG beantragen. Durchschnittlich lässt sich so ein Einkommen von 138€ pro Monat generieren. Da dies selbstverständlich bei Weitem nicht ausreicht, um die Kosten zu decken, sollte man nach einem Studentenjob suchen. So lassen sich im Durchschnitt weitere 207€ verdienen. Ferner verfügen viele Studenten über Erspartes oder nehmen einen Kredit auf, was für zusätzliche Einnahmen von 104€ pro Monat sorgt. Den größten Teil des Einkommens macht allerdings die elterliche Unterstützung in Höhe von 469€ aus. Somit hat der deutsche Durchschnittsstudent 918€ im Monat zur Verfügung.

Die Ausgaben eines Durchschnittsstudenten im Überblick

Aufgrund des knappen Budgets ist es für jeden Studenten unerlässlich, sich einen Überblick über die anfallenden Ausgaben zu verschaffen. Der wesentlichste Kostenpunkt ist grundsätzlich die Miete. In Studentenwohnheimen mit günstiger Lage zur Universität zahlt man durchschnittlich 323€ pro Monat. Hinsichtlich der Ernährung sollte man möglichst sparsam sein. Es gilt also, statt teures Fast Food zu essen, auf günstige und frische Lebensmittel zurückzugreifen. So entstehen monatliche Kosten von 169€. Zudem muss man mit 80€ Versicherungs- und 94€ Fahrtkosten rechnen. Ferner fallen für Arbeitsmaterialien 20€, für Telefon und Internet 31€ sowie 42€ für Kleidung an. Rechnet man mit einem Budget von 61€ für Kultur und Freizeit, liegen die durchschnittlichen Ausgaben pro Monat bei 819€.

Kosten variieren von Stadt zu Stadt

Die beliebtesten Uni-Städte Deutschlands sind Hamburg, München, Berlin und Köln. Neben unterschiedlichen Studiums-Schwerpunkten bringen diese Orte auch verschiedene Kosten mit sich. So liegt der durchschnittliche Mietpreis in Hamburg beispielsweise bei 410€. Zusätzlich fallen in der Hansestadt 313€ Semesterbeitrag an. Die günstigsten Wohnungen bietet Berlin mit einem Durchschnittspreis von 363€. In der Hauptstadt kostet ein Semester 310€. Deutlich teurer wohnt man dagegen bei einem Preis von 616€ in München. Hier ist allerdings der Semesterbeitrag mit durchschnittlich 129€ am niedrigsten. In Köln zahlen Studenten 388€ für die Miete und 262€ Semesterbeitrag.

So können Studenten sparen

Um beim knappen Budget möglichst viel sparen zu können, bietet es sich an, Ausschau nach diversen Studentenrabatten zu halten. Dies kommt vor allem bei Freizeitangeboten und beim Einkauf des Essens in Frage. Zudem lohnt es sich oft, Arbeitsmaterialien und Kleidung gebraucht zu kaufen. Ferner kann man sich bei der Fahrt zum Studentenjob oder zur Universität zusammenschließen und von Mitfahrgelegenheiten profitieren. Wer für das Studium einen Kredit aufgenommen hat, sollte sich außerdem um günstige Alternativen bemühen. Oft lohnt sich das Umschulden eines Kredits, da dabei meist günstigere Tilgungskosten anfallen.